INTRO zur Vorstellung von Rob
GEORGE: Bitte begrüßen Sie Robert Pattinson!
ROB: Hallo.
GEROGE: Hallo. (setzen sich) Wie fühlst du dich?
ROB: Fein. Wie geht es dir?
George: Wie geht es DIR?
ROB: Mir geht es gut. Ich bin aus irgendeinem Grund ein bisschen verwirrt. Ich hasse es nach David zu kommen. Ich weiß, dass es sich jeder im Green Room anschaut, das macht mich nervös.
GEORGE: Warum. Weil du weißt, was er hier draußen tut?
ROB: Ja, buchstäblich. Er erscheint so ruhig und so. Er muss kein Schauspieler sein. Das macht keinen Sinn.
GEORGE: David hat erwähnt, dass du ... in der Nach-„Twilight“-Franchise versuchst andere Wege zu gehen. War dies ein legitimer Teil deines Plans?
ROB: Das war überhaupt nicht Teil des Plans. Ich dachte einfach, ich wäre überall total übersättigt. Ich wollte winzigkleine Rollen machen, oder vielleicht auch überhaupt keine Rollen. Ich habe dies („Cosmopolis“) drei Wochen bevor ich mit dem letzten „Twilight“-Film fertig war, bekommen und ich war wirklich sehr, sehr entschlossen, Ensemble-Stücke oder irgendetwas Kleines zu finden, nur damit mich nicht jedermann vor Augen hat und ich jeden nerve. Und dann tauchte das hier auf. Und ja, es ist fast wie ein gemeines anstößiges Geschenk. Eric ist jeder einzelnen Sekunde davon und redet unaufhörlich. Aber, es ist... ich denke, das konnte man nur schwerlich ablehnen.
GEORGE: Ist das indes eine neue Erfahrung für dich, deinen Film anzusehen und zu sagen, „Oh warte mal eine Minute, wie kann ich diesen Film promoten?“
ROB: Ja, völlig. Es erinnerte mich daran, dass ich einmal dieses Interview mit Ryan Gosling sah und er sagte, als er „The Believer“ vor ein paar Jahren drehte und die Leute sagten – weil er dieses "Young Hercules" drei oder vier Staffeln lang gemacht hat – und dann drehte er „The Believer“ und alle erkundigten sich nach seinem Handwerk. Und das ist die am allermeisten verwirrende Sache. Ich war in Cannes und gab diese Interviews, und ich habe wirklich jahrelang dagegen angekämpft nicht überheblich zu wirken und jemand gibt dir den Hauch einer Möglichkeit überheblich zu sein und du ergreifst sie, so unnachgiebig, und machst die Runde, als größter Idiot. Und jetzt habe ich es irgendwie wieder in den Griff bekommen.
GEORGE: Denkst du auch, ich meine, in einem „Harry Potter“-Film mitzuspielen lässt dich annehmen, dass deine Kariere einschlägt, richtig? Das ist der Punkt und es schlug danach nicht auf Anhieb ein. In dem Moment, hast du da gedacht, ich bin dabei, da kommt meine Karriere.
ROB: Ja, ich meine irgendwie beabsichtigte ich nicht wirklich ein Schauspieler zu sein. Ich erlangte das dann irgendwie, ich erlangte es durch einen Film, der „Vanity Fair“ hieß, aus dem ich herausge-schnitten wurde. Und ich verbrachte eine kleine Weile damit, einfach jedem etwas zu erzählen wie „Ich habe diese große Rolle bekommen. Ich spiele Reese Witherspoons Sohn“, kurz bevor jeder herausfand, dass ich da sowieso herausgeschnitten worden war.
GEORGE: Okay, lasst uns die Szene abspielen. Hier ist diese Szene.
ROB: Oh, auf keinen Fall.
Szene aus „Vanity Fair“ wird eingespielt.
ROB (während der Videoeinspielung): Oh Gott.
GEORGE: Da ist deine Mama also.
ROB: Eine Darstellung, die einen Star erschafft.
GEORGE: Und plötzlich explodiert der DVD-Verkauf von „Vanity Fair“, wenn alle Leute jetzt wissen, dass du da drauf bist.
ROB: Oh wirklich, oh ja. Ich übergab mich sofort nach diesem Moment. Das war der aufregendste, aber ich, die Casting-Direktorin war dieselbe wie für „Harry Potter“ und dann wurde ich zur Premiere von diesem (Film) eingeladen und sie sagten mir nicht, dass ich herausgeschnitten worden war, also saß ich da irgendwie, also fühlte sich die Casting-Direktorin so schuldig, dass sie mich für die „Harry Potter“-Rolle einbrachte.
GEORGE: Und das war es, was Hardwicks Aufmerksamkeit für „Twilight“ erregte, richtig?
ROB: Was hat Caterine gesehen? Ich weiß es nicht. Catherine hat mich angerufen, als ich in London war. Ich hatte weder das Drehbuch, noch das Buch gelesen. Und sie fing an mit mir zu reden, so etwas wie „Ja, was denkst du?“ Und ich denke, dass es so gegen 3 Uhr morgens war und ich meinte „Oh, Mann, er ist einfach ein Tier. Er ist ein Tier.“ Und ich hatte es nicht gelesen. „Er ist eine Sexmaschine, nur verrückt.“ Und ich denke, dass Catherine das mochte, allerdings wusste ich nicht, worüber ich da sprach.
GEORGE: Was machst du aus all dem, was gerade passiert, weil es (zu etwas) wurde... ich meine, es gab eine Zeit für viele große Stars, aber dich umgibt da eine andere Art Wahn, den ich sehr lange nicht mehr gesehen habe. Wie ist das im Inneren (des Wahns) zu sein?
ROB: Es ist, ich weiß es nicht, ich meine, man ist vollständig abgetrennt von seiner Art Doppelgänger, denke ich. Ich meine, Ich bin einfach nicht selbstbewusst genug, um wirklich den Anspruch zu erheben ... denn wenn man wirklich den Anspruch erhebt, kann man schamlose Macht über Menschen haben. Aber dann muss man, es geht mit einer Art Verantwortung einher. Also habe ich einfach versucht, diese Verantwortung komplett zu umgehen und meine einfach: „Oh ja, der Typ, er ist ein anderer Typ. Ich kann weiterhin tun und lassen, was ich möchte.“
GEORGE: Eine Sache, die ich mir vorstelle, mit der du dich auseinandersetzt, ist, abgesehen von deinem engen Kreis an Freunden – wirkliche Menschlichkeit, wirkliche menschliche Gespräche, die Verbindungen nach denen wir uns alle als Person sehnen, ist für dich immer schwieriger zu finden, nicht wahr?
ROB: Ja, aber ich erinnere mich nur daran, ich glaube, dass ich vorher recht ähnlich war. So wie einer jener Menschen, die darauf brennen zu einer Party zu gehen und dann gehen sie zu der Party und stehen einfach in der Ecke mit den Menschen, mit denen sie kamen und weigern sich zu erkennen, dass alle anderen (auch) dort sind. Also vermisse ich nicht wirklich etwas. Und irgendwie hast du all diese Fantasien, wenn ich nicht berühmt wäre, dann würde ich ständig all diese willkürlichen Menschen auf der Straße kennen lernen. Aber du lernst keine willkürlichen Menschen auf der Straße kennen. Die meiste Zeit versuchst du jeden zu meiden, auch wenn du nicht berühmt bist.
GEORGE: Ich möchte dir einen kleinen Auftritt vorspielen. Sag mir was du denkst über den Sänger/Songschreiber, der da auftritt und lass uns sehen was passiert.
Ausschnitt von einem Auftritt seiner Schwester Lizzy
GEORGE: Das ist deine Schwester, ja.
ROB: So cool, yeah!
GEORGE: Ich meine, ich weiß dass die Leute sie ansprechen und sie nach dir fragen. Aber ich bin neugierig (etwas) über sie als Künstlerin (zu erfahren). Du hast bei dem Song mitgeschrieben? Hast du ihr geholfen den Song zu schreiben? Ich hab gehört, dass das Gerücht umgeht, dass du einen Teil der Musik mit ihr zusammen geschrieben hast.
ROB: Ähm ... ja, irgendwie schon. Ich habe sehr, sehr wenig (daran) gemacht. Nur so was wie... ich denke ich habe nur Gitarre gespielt. Ich habe allerdings ein paar andere Sachen mit ihr geschrieben. Wir haben die verrückteste unterschiedliche Meinung über Popmusik, das ist lächerlich. ... Ich will mich jedes Mal (in der Musik) verlieren und sie gehört zu den Menschen, wenn sie auf ein Konzert gehen, es so hören zu wollen wie es auf der CD ist.
GEORGE: Richtig.
ROB: Bei mir ist das Gegenteil der Fall. Wir streiten ständig mächtig darüber.
GEORGE: Also hast du eine Mission. Ist es das, was du willst?
ROB: Tatsächlich hatte ich diesen Streit mit Adele, was wahrscheinlich das lächerlichste ist, das ich je gesagt habe. Ich sagte, "Weißt du, du kannst wirklich einfach danach greifen," und sie meinte, "Du realisierst aber schon, dass ich die meistverkaufte Künstlerin aller Zeiten bin?" Und ich beschloss einfach aus irgendeinem Grund einen Streit mit ihr zu beginnen.
GEORGE: Wie passiert so etwas, irgendwo um 2 Uhr in der Früh?
ROB: Yeah, um dann aufzuwachen und irgendwie wirklich, wirklich jedes Wort zu bedauern, das ich gesagt habe.
GEORGE: Kam da tatsächlich jemand um 2 Uhr früh zu dir und sagte: Hör zu, du kannst diese Art Karriere machen, wenn du das ("Cosmopolis") einfach machst.
ROB: Nein! Nein, nein, nein (lacht). Ich denke, die Leute sind regelmäßig überrascht, dass es mich noch gibt. (lacht) Das ist ein Schreck.
GEORGE: Denkst viel darüber nach, dass wenn diese Franchise („Twilight“) vorüber ist, du einen zweiten Akt in deiner Karriere brauchst. Denkst du darüber nach?
ROB: Das Einzige, worüber ich je nachdachte, war, dass ich nicht will, dass irgendjemand denkt, dass ich durch irgendetwas abgegriffen worden bin, weißt du. Und ich weiß nicht, ob das wirklich jemand tut, die allgemeine Öffentlichkeit wegen „Twilight“, aber du wirst einen großen Teil der Zeit gefragt, „Oh, machst du dir Sorgen, dass du auf die Rolle festgelegt wirst?“ Ich mache mit einfach nur Sorgen, dass die Leute etwas sagen wie „Was ist aus diesem Typ geworden?“ Und außerdem denkst du, dass du etwas machen möchtest, das wenigstens ein bisschen lohnenswert ist mit der Art von Fähigkeiten, die dir gegeben wurden, durch Glück. Und nicht einfach nur zu versuchen, das Gleiche so lange wie möglich auszudehnen. Ich habe überhaupt nicht viel Angst davor, dass es („Twilight“) vorüber geht. Wenn ich irgendwie eine Karriere aufrechterhalten könnte, bei der ich auf Dauer Filme wie „Cosmopolis“ machen könnte, dann denke ich wäre das toll, weil davon nicht sehr viele gemacht werden.
GEORGE: Es ist auch zur rechten Zeit, dass du einen Charakter spielen kannst, den die meisten Leute nicht zu spielen bekommen, du spielst in einer großartigen Szene mit Paul Giamatti, das ist ein Szene von 20 Minuten, es ist ein ziemlich intensiver Moment. Zu so einer Sache bekommt man nicht allzu oft die Gelegenheit.
ROB: Nein, überhaupt nicht. Das habe ich schon früher gesagt. Wenn ich das Drehbuch gelesen hätte und David wäre da nicht dabei gewesen, wäre das die Art Drehbuch gewesen, die man liest und denkt: das ist toll, aber das wird niemals gemacht werden. Ähm... weil alles, das genauso ist, nie gemacht wird. Wenn man etwas sieht, das auch nur ein bisschen anders ist, weiß du, dass es nie gemacht wird. Weißt du, nach „The Dark Knight“ z.B. habe ich immer gedacht, dass der (Film) richtig viel Geld macht und Heath etwas außerhalb macht ... und die Leute verstehen was er macht, es nicht so, dass er etwas total Verrücktes macht, aber es ist gerade ein bisschen außerhalb der Schublade, was die Leute gewohnt sind zu sehen. Und ich dachte wirklich, dass das alles ändern würde in Bezug darauf wie Filme mit großem Budget gemacht werden. Aber das hat es überhaupt nicht. Wenn jeder einzelne Schauspieler nicht davor Angst hätte, zu versuchen etwas ein bisschen Abstraktes zu machen und nicht besorgt (wäre), ob ihr Film jede Menge Geld macht, dann würde sich die (Film-)Industrie eines Tages ändern.
GEORGE: Aber dann, du und andere Typen in deiner Position, könntet ihr diese Art vom Filmen machen? Und nicht nur als Schauspieler?
ROB: Ich denke, man kann es einmal machen! (lacht) Ich weiß nicht wie oft dann noch. Ich versuche gerade verzweifelt einen Superhelden-Film zu bekommen. (lacht)
GEORGE: Tust du das wirklich?
ROB: Nein. (Lacht und schüttelt den Kopf)
GEORGE: Ich hoffe, dass du das tun wirst. Herzlichen Glückwunsch zu „Cosmopolis“, das ist eine Wahnsinns-Performace, Mann!
ROB: Vielen Dank.
GEORGE: Schön, dich zu sehen. Robert Pattinson, Leute! Als Nächstes kommt Paul Giamatti!