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Nachdem BEL AMI am Freitag in England in den Kinos angelaufen ist, wollen wir euch die Eindrücke der Fans nicht vorenthalten.
Starten wollen wir jedoch mit Stimmen der deutschen Fans die BEL AMI bereits gesehen haben!
Die Stimme aus England gibt es im Laufe der nächsten Wochen!
Vielen Dank an ALLE, die uns ihre Eindrücke geschickt haben!
Bel Ami – Filmbesprechung
von babego
Die Umsetzung von „Bel Ami“ von Declan Donnellan und Nick Ormerod ist nicht die erste Verfilmung des gleichnamigen Klassikers „Bel-Ami“ von Guy de Maupassant von 1885 und wohl auch nicht die Letzte, aber auf jeden Fall in guten Händen! Die namhaften britischen Regisseure kommen aus dem Theaterfach und arbeiten seit 1981 sehr erfolgreich zusammen. "Bel Ami" ist ihr Kino-Debut.
Die Geschichte des Georges Duroy, eines mittellosen Soldaten, der nach dem Dienst an der Front in Afrika sein Glück im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts versucht, wurde für die Filmadaption verschlankt und konzentriert sich ganz auf den Weg seiner Hauptfigur, die perfekt von Robert Pattinson verkörpert wird, von ganz unten zu Position und Macht in der Society. Durch diese Verschlankung erfährt die Geschichte gleichsam eine Modernisierung. Wären es nicht die Kostüme und die Kutschen, könnte sie auch in der heutigen Zeit spielen. Wobei Maupassant auch im Original zeitlos ist.
Zufällig trifft Georges einen alten Kameraden, Charles Forestier (Philip Glenister), der ihm, selbst in guter Position dort, eine Anstellung bei der Zeitung „La Vie Francaise“ verschafft und ihn in die Gesellschaft einführt. Schnell lernt er, wie das Spiel um Manipulation, politische Macht, aber auch gesellschaftliche Stellung funktioniert und dass ihm sein unverschämt gutes Aussehen nicht nur seinen Spitznamen „Bel Ami/Schöner Freund“ beschert, sondern bei denen hilft, die im Hintergrund das Geschehen bestimmen: den Ehefrauen, überzeugend verkörpert durch Christina Ricci (Clotilde; Georges' Geliebte), Uma Thurman (Madeleine; Frau von Charles und später Georges’ Frau) und Kristin Scott Thomas (Virginie; Gattin des Zeitungsherausgebers Rousset). Anfangs noch Spielball, dreht Georges bald den Spieß um, heiratet geschickt und verführt die Ladys, um seinen Aufstieg bei der Zeitung zu sichern und zu Geld, Ansehen und Stellung in der Gesellschaft zu kommen. Doch die Politik ist ein verzwicktes Geschäft. Hilft Georges eben noch durch gezielte Artikel die Regierung zu stürzen, ist er beim nächsten millionenschweren Coup gegen Marokko schon außen vor und hat eigentlich alles verloren. Doch als Sohn einfacher Leute vom Lande weiß Georges, was es bedeutet arm zu sein, und er ist nicht Willens einen einfachen Rang in der Gesellschaft zu akzeptieren. Er ist überzeugt, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, in dem alles besser wird, und er will jetzt angemessen leben! Und Rousset (Colm Meaney) hat eine Tochter...
Dass Robert Pattinson mehr als gut aussieht, dürfte hinlänglich bekannt sein und so ist es nicht verwunderlich, dass er als „Bel Ami“ Georges eine „gute Figur“ macht. Im Kostüm der damaligen Zeit sieht er geradezu hinreißend aus, sodass man sehr gut nachvollziehen kann, dass ihm die Damenwelt zu Füßen liegt. Rob vermag als Verführer absolut zu überzeugen – ob als Charmeur oder in den Sexszenen! Was aber wirklich bemerkenswert ist, ist Roberts detailliertes Spiel, seine unglaubliche Mimik, sein Augenausdruck, was die Wandlung des Georges vom unsicheren Nobody zum Global Player so famos verkörpert! Rob kann ein breites Repertoire an intensiven Emotionen zeigen, von staunend oder bewundernd über Erkenntnis und rasende Wut bis hin zum berechnenden Abschätzen und arroganten Siegerlächeln. Gänsehaut pur!
Aber auch die Damenriege ist ganz reizend besetzt, allen voran Christina Ricci, die als Immer-wieder-Geliebte Clotilde zu überzeugen weiß. Sie begleitet Georges durch alle Höhen und Tiefen und gibt einen wundervollen Gegenpart zu Robert. Auch Uma Thurman und Kristin Scott Thomas sind gut gecastet. Sie verkörpern die berechnende Madeleine und die tugendhafte Virginie hervorragend.Das Zusammenspiel aller ist vom Feinsten und lässt den Zuschauer schnell in das Paris der damaligen Zeit eintauchen und genussvoll dem Ränkespiel folgen.
Mein Fazit: eine gelungene, moderne Inszenierung mit Parallelen zur heutigen Star-Kultur – dank Robert mit Gänsehaut-Garantie!
von Pat
Ein sehr opulenter, nah an der Romanvorlage adaptierter, Kostümfilm, der mit seinem zeitlosen Thema nicht zeitnaher sein könnte. Viele fantstische und perfekt besetzte Schauspieler in einem ebensolchen Bühnenbild und Kostümen. Mir soll kein Kritiker mehr erzählen, dass Rob nur zwei Gesichtsausdrücke kann. Auch meine offensichtlich nicht robfanatische Sitznachbarin fand den Film und insbesondere "diesen Teeniestar" toll. Ganz großes Kino und im Friedrichstadtpalast einfach auch in eindrucksvoller Atmosphäre, obendrein als Sahnehäubchen in der Originalversion.
Der Film ist viel mehr, als das von einem Journalisten in den Raum geworfene Schlagwort: süss.
von Bella13
Also ich habe Bel Ami im Januar in Belgien gesehen und war restlos begeistert. Sicherlich ist das Buch ausführlicher, aber es gibt nichts, was ich jetzt unbedingt vermisst habe oder eine Stelle, die verwirrend war, da sie im Buch evtl. ausführlicher beschrieben war. Rob stellt die Rolle des Georges meiner Meinung nach grandios dar, seine Mimik ist beeindruckend und der Film zeigt einmal mehr, dass Rob wirklich alles spielen kann und das auch noch fantastisch. Alle Schauspieler nehmen sich nichts, jeder spielt seine Rolle auf seine Weise einfach toll. Christina Ricci ist in meinen Augen die perfekte Clothilde, genau so habe ich sie mir nach dem Buch vorgestellt und gerade mit ihr harmoniert Rob perfekt. Fazit: Der Film ist ein Must-See und Rob mimt den Bad Guy brilliant.
von Carlie
Nachdem ich das Buch zum Teil gelesen hatte, bin ich mit einigen Erwartungen in den Film gegangen. Rob mal in einer ganz anderen Rolle zu sehen, war spannend und neu. Meiner Meinung nach ist die Darstellung größtenteils gut gelungen. Das 19. Jahrhundert-Setting und die anderen Schauspieler wie Christina Ricci und Uma Thurman trugen ihren Teil dazu bei, dass ich recht zufrieden war mit dem, was ich gesehen habe. Besonders positiv aufgefallen ist mir der Soundtrack: Wunderbare Musik! Spannend ist der Film nicht, und wird auch nicht mein Lieblings-Rob-Film werden, aber einen Gang ins Kino ist er auf jeden Fall wert!'
von lolo
Ich habe Bel Ami jetzt schon 2 Mal gesehen und bin von Rob (eig. vom ganzen Film) total überwältigt als Georges ... seine Mimik und der ganze Ausdruck, den er in Bel Ami an den Tag legt! Er lebt Georges richtig aus in dem Film! Die anderen Schauspieler/Innen sind auch sehr gut.Rob kann meiner Meinung nach mit dem Film zeigen, was er als Schauspieler kann... und das war sicher noch nicht alles!!! Und die beiden Regisseure haben das Thema voll und ganz getroffen und sehr gut umgesetzt!
von Latituede
Bel Ami stellt für mich einen interessanten Einblick in die Welt von Paris im 19. Jahrhundert dar. Es ist spannend der Entwicklung von Duroy zuzusehen, die meiner Meinung nach großartig von Robert Pattinson dargestellt wird. Durch viele Emotionen, Ausdrücke und Bewegungen kann man sich in Duroys Lage hineinversetzen und gar mitfühlen. Filmtechnisch sind Drehorte, Kleidung, Musik im Hintergrund sehr gut gewählt und die etwas dunkle Beleuchtung,aber durch teilweise Farben verlegte Besonderheiten machen den Film besonders. Die schauspielerischen Leistungen sind spezifisch, aber sehr sehr gut. Robert Pattinson kann m. M. nach auch Nicht-Twilighter überzeugen und einen Karrieresprung hinlegen.
von Shadow
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, war ich natürlich sehr gespannt und hatte nach dem Trailer auch echt große Erwartungen. Und der Film hat sie alle erfüllt. Anfänglich hatte ich in Belgien zwar Schwierigkeiten mit den schnellen Sprüngen von Szene zu Szene und man weiß auch nicht immer, wie viel Zeit dazwischen vergangen ist. Das hat mich anfangs etwas irritiert. Aber beim ersten Anschauen war ich auch sehr von Rob überwältigt, als das ich auf viel mehr hätte achten können. Beim zweiten Mal in Berlin, konnte ich schon mehr auf Details achten. Wenn man all dies aber beiseite lässt, ist Bel Ami ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern. Ich würde keinen einzigen anders besetzen, jeder füllt seine Rolle hervorragend aus und stellt wunderbar die in dieser Zeit herrschende Stimmung dar. Großartige Gefühle, die sich auch in der Stimme des jeweiligen Schauspielers wieder spiegelt. Allen voran Rob, der mich als Georges restlos überzeugt hat. Seine Unsicherheit am Anfang, die Leidenschaft, die Trauer, der Ekel, der Zorn, all das spürt man am eigenen Leib, wenn man sich den Film anschaut. Man spürt immer das Gefühl das Rob darstellen will. Das macht für mich einen guten Film aus. Dass man nicht nur zuschaut, sondern mittendrin ist. Und das erreicht er mit Bel Ami einmal mehr mühelos. Zumindest bei mir… Mein Urteil: Unbedingt ansehen, wenn möglich auch mal in OV. Es lohnt sich nicht nur wegen Robs Stimme, sondern auch wegen der der anderen Schauspieler.
von Ulrike per EMail
Ich hatte das Glück Bel Ami auf der diesjährigen Berlinale in einem tollen Kino mit einem großartigen Publikum, dass als der Film zu Ende war, applaudiert und "Bravo" gerufen hat, zu sehen. Bel Ami ist bis ins kleinste Detail fantastisch umgesetzt. Man fühlte sich sofort in das Paris der damaligen Zeit versetzt. Die Schauspielerinnen Uma Thurman, Kristin Scott Thomas und Christina Ricci sind einfach großartig in ihren jeweiligen Rollen besetzt. Robert Pattinson hat mich im gesamten Film absolut beeindruckt. Wie auch schon in "The Haunted Airman" oder "Little Ashes" kann er hier die gesamte Bandbreite seines schauspielerischen Könnens zeigen und nichts erinnert mehr an eine gewisse andere Rolle, für die er bekannt ist. Sein Minenspiel ist großartig und hat mich an einer Stelle des Filmes regelrecht in den Kinosessel gedrückt. Soviel Zorn und Wut und eine Stimmlage, die man so gar nicht von ihm gewohnt ist! Einfach nur großartig! Den einzigen Kritikpunkt hat für mich das Drehbuch verdient, denn ab und an sind die Zeitsprünge im Film nicht ganz nachvollziehbar, wenn man den Roman nicht gelesen hat. Fazit: Ab ins Kino und gebt dem Film eine Chance, er hat es absolut verdient gesehen zu werden!