Robert im Interview mit Edith Bowman (BBC)
EDITH: (Bei) diesem Film, ich habe es bereits vorhin zu Reese gesagt, ist es, als ob man einen Hollywood-Film der alten Schule anschaut. Er hat eine herrliche Atmosphäre, auch wenn er gelegentlich ziemlich düster ist. Hat es sich auch so angefühlt ihn zu drehen oder war es eine komplett andere Herausforderung für dich, denke ich.
ROB: Nein, das hat es sich wirklich. Ich meine, es gab Momente in denen du nichts sehen konntest, dass nicht Teil war von, das kein authentisches 1930er Erinnerungstücke war - aber das ist nicht das (richtige) Wort - 1930er Zeug.
EDITH: Ja, du trägst auch eine seltene Pilotenjacke. Wusstest du das? Aus…(denkt nach)
ROB: Aus, ja aus „The Great Escape“ (dt. Gesprengte Ketten aus dem Jahr 1963) denke ich.
EDITH: Wow!
ROB: Ja, es war exakt die Gleiche, aber es war nicht dieselbe.
EDITH: Aber du konntest für kurze Zeit so tun, als wärst du (Steve) McQueen.
ROB: Ja! Wow, du hast deine Recherche wirklich gemacht. Das ist verrückt. Ich hatte das sogar vergessen. Ich habe das niemandem erzählt. Das ist eine wirklich gute kleine Geschichte. Ich denke, dass ich das für den Rest des Tages in allen Interviews erzählen werde.
EDITH: Nein, erzähle uns von der Kleidung. Es ist eine großartige Geschichte.
ROB: Es war einfach. Fast alle Kleider sind aus den 30ern. Ich verstehe gar nicht, wie sie noch intakt sein können. Ja, es war sehr einfach den Job zu machen. Da gab es nur die Kamera und Einige aus der Crew ringsherum und das war das Einzige, das nicht aus den 30ern war. Es war also sehr einfach.
EDITH: (Ist es) ziemlich komisch in einem Film Jacob genannt zu werden? Wo er in den letzen Jahren dein Erzfeind war?
ROB: Ich weiß. Ich habe nicht einmal…Ich habe da überhaupt nicht drüber nachgedacht, als ich es angenommen habe. Es ist seltsam. Ich meine, ich habe nur…die Leute sagen…weil er Jacob genannt…weil es im Drehbuch auftauchte, dort steht in jeder einzelnen Textzeile Jacob Jankowski. Also habe ich das nie wirklich miteinander in Verbindung gebracht. Aber jetzt mache ich eine Taylor Lautner Filmbiografie.
EDITH: Hast du deine Stunts selbst gemacht?
ROB: Ja. Nein, ich habe das selbst gemacht. Ich kann es auch nicht glauben, dass ich es selbst gemacht habe. Ich kann nicht glauben, dass sie mich das haben machen lassen, weil das…richtig, richtig gefährlich war.
EDITH: Ja? Wie schnell fuhr er?
ROB: Ungefähr volle Sprintgeschwindigkeit. Ich meine, wie…
EDITH: Wow!
ROB: Denn als er auftauchte…es sieht so aus, als ob er ziemlich langsam fährt. Und dann versuchst du plötzlich mit der (Wagon) Öffnung Schritt zu halten. Und es war echt schwierig für sie den Zug (an die Anfangsposition) zurückzubringen und so, also hätte ich mich irgendwie geschämt, wenn ich es versaut hätte, aber ja ich habe das gemacht. Wirklich.
EDITH: Also war es nicht so, dass du dir selbst verzeihen konntest, wie ... verstehst du was ich meine, wie …
ROB: Nein, es ist wie ein paar Mal hinfallen…und als wir das drehten war es auch wirklich richtig feucht in Tennessee und daher unglaublich glitschig und ich habe auch noch einen Wollanzug getragen.
EDITH: Oh!
ROB: Ja, zu versuchen sich selbst hochzuziehen mit schwitzigen Händen auf einer kleinen Stange und wenn du runter fällst stirbst du buchstäblich einfach.
EDITH: Wow!
ROB: Ich meine, ich kann es nicht glauben, dass sie mich das haben machen lassen. Allerdings hat das echt Spaß gemacht.
EDITH: Wie hast du dafür trainiert? Hast du irgendwie eine Menge Kurzstreckenlauf gemacht?
ROB: Habe ich nicht. Habe ich nicht, weil jeder aus der Crew nach dem Zug schaute und es so aussah, als führe er langsam.
EDITH: Es ist schön, dass dir nichts passiert ist.
ROB: Ja, es war fast am Ende des Drehs. Es hat ihnen wahrscheinlich nichts ausgemacht, ob ich gestorben wäre oder nicht.
EDITH: Ich denke einer ganzen Menge (Leute) würde (es etwas ausmachen), Robert. Ich habe gehört, dass du auch gesagt hast, dass du immer schon einen Film mit Tieren machen wolltest.
ROB: Ja, ich denke… ich denke schon. Ich meine, ich finde es eben einfacher. Du bleibst bei einem Tier und alles in jeder Szene und es ist irgendwie, es ist einfach etwas auf das du ständig reagieren kannst. Es macht einfach alles einfacher. Es ist so, wie ein Baby in einer Szene zu haben, (dann) ist es einfach Sachen zu machen.
EDITH: Im Gegensatz zu typischen erwachsenen Menschen.
ROB: Ja, ich hasse Erwachsene. (lachen) Langweilig!
EDITH: Weil du wirklich, es klingt so seltsam es zu sagen, aber du hast wirklich eine Verbindung hergestellt – es ist Tai, nicht wahr? Der richtige Name des Elefanten und so?
ROB: Ja.
EDITH: Es ist wirklich niedlich sich ungewöhnliche Dinge anzusehen mit dem Rüssel, der ankommt und (du sagst dann) „geh weg!“ (macht das nach)
ROB: Nein, es ist seltsam. Ich meine, es ist irgendwie… denn normalerweise arbeitest du mit Schauspielern oder was auch immer. Es beinhaltet immer irgendeine Art von Politik und mit einem Elefanten, ich meine, du wirst niemals einen Elefanten hassen. Niemals! Es wird immer sehr nett werden. Und es ist irgendwie…Und das war es echt. Es versetze jeden in der Crew in bessere Laune.
EDITH: Ja.
ROB: Wenn du einen Elefanten in deinem Büro hast oder so und buchstäblich, ich meine, die Leute…Das ist es, ein guter Manager, würde einen Elefanten in ein Büro stellen.
EDITH: Weltfrieden, überall ist ein Elefant. Los geht´s. Elefanten werden die Welt retten. Das wäre brilliant. Ehm, ich habe einige Hörerfragen, wenn das okay ist. Oh, vor allem auch zu Hal Halbrooke. (atmet tief ein) Es hat mir den Atem verschlagen, ihn wieder auf der Leinwand zu sehen. Ich habe ihn seit Ewigkeiten nicht auf der Leinwand gesehen.
ROB: Ja, ich war erschrocken, sobald ich realisiert hatte, dass er eine Szene in dem Film hat. Ich dachte: „Oh nein, er wird restlos alles mit einer Szene in Besitz nehmen.“
EDITH: Ich muss einfach weg und mir „All the President´s Men“ (dt. „Die Unbestechlichen“ aus dem Jahr 1976) erneut anschauen, nur um ihn darin zu sehen. Brilliant! Ehm, es sind einige wirklich großartige Fragen von unseren Hörern hereingekommen, die offensichtlich alle große Fans von dir sind. Die Erste (Frage) ist von Julie und sie ist offensichtlich ein Fan deiner Filme ebenso wie auch von deiner Musik. Denn du bist auch ein großer Musiker. Du liebst es auch, Sachen zu performen und zu singen. Was hast du als nächstes in der Pipeline in Bezug auf …nach diesem (Film) hier und dem „Twilight“-Zeug, den primären Dingen, willst du vielleicht die Musik-Sache versuchen oder bleibt es beim Film?
ROB: Ich mache einen Haufen anderer Filme hier nach. Ich meine, ich weiß es nicht. Es ist irgendwie….ich würde es gerne machen. Ich würde gerne wieder damit anfangen einfach zu performen. Ich habe das jetzt seit Jahren nicht mehr gemacht. Es spielt eine so große Rolle in deinem Leben, wenn du es einmal gemacht hast. Es macht echt süchtig.
EDITH: Eine echte Leidenschaft.
ROB: Mmh.
EDITH: Emily möchte wissen, ob du neben dem Schauspielern schon einen anderen Job gemacht hast.
ROB: Ja, ich habe als Kellner gearbeitet. Ich habe gearbeitet als…
EDITH (unterbrechend): Warst du ein guter Kellner?
ROB: Nein, ich wurde gefeuert. Ich habe jemandem eine Flasche Wein auf den Kopf fallen lassen. (Edith lacht) und andere Sachen. Ich habe es wirklich gerne gemacht. Aus irgendwelchen Gründen, ich weiß nicht warum, war ich wirklich sehr gerne Kellner. Ich war fürchterlich. Meine Schwester und ich arbeiteten früher an diesem Ort. Früher habe ich alle Tricks gekannt. Wenn es einen Tisch gab mit irgendwie etwa 50jährigen Frauen, die (nur) unter sich sind, dann ist es so, dass man ihnen einfach die ganze Zeit Getränke bringen muss. Bediene keinen anderen Tisch. Das macht keinen Unterschied. Es ist egal und du bekommst am Ende ein gewaltiges Trinkgeld!
INT: Trinkgeld!
ROB: Ja, ja und meine Schwester geht hinaus (und) schleppt all diese Teller (und) ist die beste Kellnerin der Welt und ich mache NICHTS! Jeden Tag und bekomme Kohle dafür. Das war lustig!
EDITH: Zwei große Dinge, bei denen du beteiligt bist, gehen zu Ende. „Eclipse“ natürlich, du hast den letzen Film abgedreht, nicht wahr?
ROB: Ja.
EDITH: „Breaking Dawn“.
ROB: „Breaking Dawn“, ja. Der ist komplett fertig.
EDITH: Und „Harry Potter“ geht auch zu Ende, bei dem du natürlich auch beteiligt warst.
ROB: Ja!
EDITH: Zwei gewaltige Sachen.
ROB: Das ist die jedermanns Jugend. Die Jugend meiner Generation ist komplett erledigt. Ist komplett gelaufen.
EDITH: Ihr müsst jetzt alle erwachsen sein.
ROB: Ja (lacht).
EDITH: Bevor wir auseinander gehen Robert. Du warst letztes Jahr der Gewinner von zwei Preisen des "BBC Radio 1's Teen Awards" , (holt den Preis hervor) welchen du, ... leider hast du gedreht…
ROB: Wo hattest du das?
EDITH: Es war gut gemacht.
ROB: War das unter deiner Hose?
EDITH: Ja! Du hast (den Preis für) „Best Actor“ gewonnen und du hast „Best Dressed“ gewonnen.
ROB: Wow!
EDITH: Ich nehme also an, dass du es in deine Denkoperationen einbeziehen kannst und jeden Morgen entscheidest, wie du dich fühlst. Heute fühle ich mich wie „Best Dressed“. Heute fühle ich mich wie „Best Actor“. Herzlichen Glückwunsch!
ROB: Vielen Dank.