Rob bei M6
Anmoderation zu Bildern vom Event und Ausschnitten aus dem Trailer
(Das Interview startet ab 1:20)
Xavier: (zu den Bildern der kreischenden Fans) Wow. Bevor wir über den Film sprechen, was denkst du über all das? Ist es immer so?
ROB: Nicht vorzugsweise, nur bei diesen Events. Ich habe die lächerlichsten Gesichtsausdrücke, wenn ich raus gehe. Ich habe diesen Clip ein paar Mal gesehen; ich sehe aus, als ob ich ein Problem hätte.
Xavier: Ist das so in jedem Land der Welt, wenn du promotest?
ROB: In gewisser Weise ja. Das ist jetzt der vierte Film und nichts hat sich geändert. Es schreien immer noch alle.
Xavier: Viele deiner Aufenthaltsorte werden auf Twitter kommentiert? Dein Leben sieht wie eine Internet-Reality-TV-Show aus. Ist das für dich in Ordnung oder nicht?
ROB: Es ist eine unbeabsichtigte Reaktion, aber yeah. Ich bin über die letzten paar Jahre besser darin geworden, mich zu verstecken. Am Anfang war ich von allem sehr überwältigt. Ich glaube, dass ich zu verbohrt versucht habe, mit all dem umzugehen. Ich fange an mich anzupassen, ich lebe nicht mitten in der Stadt und es ist (jetzt) viel einfacher.
Xavier: Du lebst wie ein Vampir, indem du dich versteckst?
ROB: Nicht genau so, ich meine, ich lebe in Californien, da gibt es also nicht all zu viel Schatten.
Xavier: Lass uns vom Film sprechen. Du hast jetzt drei Jahre lang die Rolle des Edward Cullen gespielt. Edward ist ein netter Vampir; Er tötet keine Menschen und verliebt sich in Bella, ein junges, normales Mädchen, das von Kristen Stewart gespielt wird. In den letzten drei Filmen, sind die Beiden, sagen wir einfach, hintereinander her gelaufen, nicht wahr? Und nun heiraten sie endlich, schlafen miteinander und machen ein Baby. Wir können sagen, dass Edward ziemlich langsam ist, die Dinge anzugehen, aber wenn er zur Tat schreitet, dann aber richtig!
ROB: Ja, er geht es sehr langsam an. Das ist witzig, am Anfang der Serie geht es immer irgendwie um die Angst Sex zu haben, die Angst, dass etwas passiert. Aber wenn es endlich passiert, zeugen sie ein Dämonen-Baby. Das ist irgendwie köstlich, vor allem, weil es junge Leute nicht davon abhält, darauf zu warten Sex zu haben.
Xavier: Hat die Hochzeitsszene in dir das Verlangen geweckt zu heiraten?
ROB: Ich weiß nicht, ich vermute mal ja. Ich war immer ... Ich habe Hochzeiten immer gemocht. Ich war nicht auf sooo vielen Hochzeiten. Meine älteren Freunde fangen gerade an zu heiraten. Das ist auf eine Art beängstigend, aber ich meine, man kann sich ja immer noch scheiden lassen.
Xavier: Aber wenn du Kinder hast, kannst du dich nicht scheiden lassen. Ich meine, du kannst dich nicht von deinen Kindern trennen.
ROB: Nein, das kann man nicht, aber man kann viele (Kinder) haben, sodass man wenigstens etwas Gutes bekommen kann.
Xavier: Willst du also Kinder haben?
ROB: Ich will auf jeden Fall Kinder haben.
Xavier: Im Film gibt es diese unglaubliche Szene, in der du einen Kaiserschnitt mit deinen Zähnen darstellst, nicht wahr?
ROB: Oh, da kam gerade nichts durch mein Ohr-Mikrophon.
Xavier: Du holst das Baby mit deinen Zähnen raus.
ROB: Oh ja, definitiv.
Xavier: Im Französischen sagen wir „cesarienne“ (Kaiserschnitt) dazu.
ROB: Yeah, ich mache es mit meinem Mund. Ich meine, das war eines der spaßigsten Dinge, die ich je im Film machen musste. Ich meine, es war eine irre Szene, am Ende hat Kristen Tränen gelacht. Aber im Film ist es beängstigend, es ist sehr aufwühlend.
Xavier: Es ist wirklich seltsam, dass Edward, obwohl er verheiratet ist, immer zurückgezogen und missverstanden aussieht. Ist er so wie du?
ROB: Ich denke mal, dass er mir ein bisschen ähnlich ist, ich meine, ich sehe wie ein Ehemann aus, der seit 40 Jahren verheiratet ist.
Xavier: Was hast du, das im richtigen Leben Vampir-like ist?
ROB: Nichts. Ich meine, ich denke,... weil ich nicht wirklich einen Vampir spiele. Mir wurde immer gesagt, dass ich einen Vampir spiele, aber ich habe das immer so empfunden, dass ich eine junge Person mit einer Menge Probleme spiele. So habe ich das immer interpretiert. Ich denke also, dass sich viele davon (Probleme) in das wahre Leben übertragen haben. Aber tatsächlich wie ein Vampir zu sein, der Menschen töten will, nein.
Xavier: Dann ist es das Kino, das dich als Vampir erscheinen lässt?
ROB: Hm, das hoffe ich. Es ist eine sehr komplizierte Industrie. Wie lange auch immer ... ich liebe es, wenn ich immer noch Jobs bekomme. Bis „Twilight“ beendet ist, ist es vollkommen unvorhersehbar.
Xavier: Nach vier Jahren „Twilight“ musst du damit aufhören, so zu tun als ob du 17 wärst. Macht dir das Angst?
ROB: Ich denke, dass es beängstigender ist, wenn ich immer noch 17 sein muss, wenn ich nächstes Jahr 26 sein werde. Du siehst dich selbst in den Filmen und denkst du hast Falten. Ich weiß nicht wie viel länger ich 17 spielen könnte. Ich konnte noch 17 spielen als ich 21 war, aber ich komme in das Alter, wo ich das definitiv nicht mehr spielen kann. Das ist definitiv das Ende meiner Jugend.
Xavier: Das ist das Ende deiner Jugend. Hat der Film dir geholfen erwachsen zu werden?
ROB: Yeah, auf jeden Fall. Auf sonderbare Art und Weise. Ich meine, ich liebe es, dass es mir möglich war, mehr Dinge zu tun und zu erfahren, ohne zu sehr unter Beobachtung zu stehen. Aber ich habe (auch) Dinge gemacht, die kaum jemand in meinem Alter getan hat... Von daher ist es bis jetzt ein unglaubliches Leben gewesen.
Xavier: Letzte Frage; Ist es wahr, dass du Michel Houellebecq magst?
ROB: Ja, absolut. Ich sollte ihn treffen, als ich das letzte Mal in Paris war, konnte das dann aber nicht, aber ja, er ist einer meiner Lieblingsautoren.
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